DTC Traktionskontrolle (1098 R / 1198 S)
Die Verwendung einer aus dem Rennsport stammenden Traktionskontrolle für ein Serienmotorrad ist eine Weltpremiere. Der Einbau des Motorsteuergerätes aus dem Race-Kit (nur für den Rennstrecken-Gebrauch) bildet das Herz der Ducati Traction Control DTC, die Bedienung erfolgt über das digitale Cockpit.
Die DTC ist das gleiche System, das Ducati Corse für die Weltmeister-Bikes einsetzt. Wählen Sie zwischen acht unterschiedlichen Einstellungen, um den Wheel Spin zu regeln. Die DTC passt sich Ihrem Können und Fahrverhalten an, vergleicht den vorderen und hinteren Wheel Spin, um den Schlupf festzustellen. Die Software regelt durch Zündunterbrechnung und Verstellen der Zündzeitpunktes die Leistungsabgabe, kümmert sich um die Traktion am Hinterrad.
Ducati Data Analyser (DDA)
Das Kit: PC Software, USB-Stick mit 2 MB Datenvolumen (rund 3,5 Stunden Fahrzeit). Erstmals sind damit Analysen und Vergleiche über die Performance des Ducati Motorrads und der Fahrerin, des Fahrers möglich, wie es auch das Werksteam von Ducati ausführt. Auswertungen; Öffnung der Drosselklappen, Geschwindkigkeit, Motorendrehzahl, Motorentemperatur, Fahrdistanz, Rundenzeiten. Das System kalkuliert automatisch aus der Motorendrehzahl und der Geschwindigkeit die gewählten Gänge. Die grafische Darstellung erlaubt den Zoom auf spezifische Daten.
Testastretta Motoren
Der Name «enger Kopf» weist auf den schmalen Zylinderkopf des wassergekühlten 90°-V2-Motors hin – gemeint ist allerdings der 25 Grad-Winkel zwischen den Ein- und Auslassventilen.Durch die geneigte Einbaulage bezeichnet Ducati diese Motoren mit «L-Twin». Vorteile: Bessere Füllung der Zylinder, positive Beeinflussung der Verbrennung, deutlich höhere Spitzenleistung. Krone dieses Meisterstücks italienischer Ingenieurskunst ist der Testastretta Evoluzione Motor, mit dem die Modellreihe 1098 ausgerüstet ist.
Desmodromik
Ducati ist aktuell der einzige Motorhersteller, der die Ventilsteuerung mit einer kontrollierten Bewegung löst - Desmodromik. Das Öffnen und Schliessen erfolgt mit einer Steuerung, die gewöhnliche Ventilfeder für das Schliessen entfällt. Was 1914 beim Autohersteller Delage begann, fand nie den Weg in die Serienproduktion mit grossen Stückzahlen, da die Herstellung kompliziert und mit hohen Kosten verbunden war. Die Technik erlebt erst 1955 mit der Premiere des Ducati 125er GP Rennmotorrads von Fabio Taglioni eine entscheidende Weiterentwicklung. 1968 schliesslich präsentiert Ducati mit der 350 cc Mark 3 den ersten serienproduzierten Ducati Desmo. Der Rennfahrer Paul Smart gewinnt mit der ersten 90° V2 Desmo – GT 750 – auf Anhieb die 200 Meilen von Imola. Vorteil dieser Technik: Kein Ventilflattern bei hohen Drehzahlen, minimierte Gefahr eines Motorschadens.
Digitale Instrumentierung
Die minimalistische Lösung stammt direkt vom Ducati MotoGP Rennmotorrad ab. Keine Schalter, keine Knöpfe. Zusatzinformationen lassen sich über eine Schaltanlage auf der linken Lenkhebelseite abrufen. Die Darstellung der Drehzahl erfolgt graphisch, die Anzeige der Geschwindigkeit mit Zahlen. Die Instrumentierung informiert weiter über Uhrzeit, Serviceintervall, Öltemperatur, Öldruck mit Warnlicht, Batterieladung, Benzinreserve mit Warnlicht, Fahrdistanz, Lichteinstellung, Diagnose der Benzineinspritzung. Der Schalter für das Fernlicht übernimmt zusätzlich die Funktion einer Stoppuhr, da die Instrumente Rundenzeiten aufzeichnen. Komfort: Nach 60 Sekunden schalten sich automatisch die Lichter aus, falls der Zündschlüssel steckt und das Motorrad sich nicht mehr bewegt.




